Mehr Gelassenheit im Alltag

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Sich morgens auf einen Kaffee freuen, ihn zubereiten, sehnsüchtig warten, die Tasse umwerfen, den Laptop vor dem Kaffee retten, noch mal umziehen und die Kaffeeflecken einweichen, den restlichen Kaffee aufwischen, zu spät dran sein und keinen Kaffee getrunken haben. Den wenigen Möglichkeiten, wie wir Kaffee genießen können, stehen unzählige Möglichkeiten gegenüber, wie er uns zur Hürde werden kann.

Dieses Prinzip - Wenig Möglichkeiten der Ordnung, viele Möglichkeiten der Unordnung - finden wir überall in unserem Leben. Es gibt nur eine Art, wie ein Auto geschmeidig von A nach B kommt und viele, wie es das nicht schafft: Stau, Unfall, Schäden an der Mechanik, Tank leer. Ein:e Friseur:in hat nur wenig Optionen unser Haar so zu schneiden, dass wir uns wohlfühlen damit und dagegen unendlich viele Optionen sich so zu verschneiden, dass wir unzufrieden sind.

ordnungvschaos

Unordnung entsteht von ganz allein, Ordnung ist das, was wir herstellen, weil wir sie brauchen. (Womit wir übrigens nicht allein sind: In die Unordnung von Ästchen, Federn und Gras bringen Vögel so viel Ordnung, dass sie ihre Küken darin aufziehen können, Bienen bauen Waben, Wale treiben Fischschwärme zusammen, um sie fangen zu können, ....)

Wir brauchen die Ordnung, damit die Umwelt berechenbar bleibt und wir sinnvoll agieren können. Wir möchten uns darauf verlassen, dass Bus und Bahn einigermaßen pünktlich sind, dass es auch heute wieder Äpfel zu kaufen gibt und es den Menschen, die wir lieben, gut geht.

Weicht etwas von der gewohnten Ordnung ab, geraten wir in Stress. Der Stress soll uns veranlassen, aktiv zu werden um zügig auf die veränderte Situation reagieren zu können. Dieser Stress kann uns belasten. Gerade in Phasen, in denen gefühlt alles schiefgeht, was schiefgehen kann, wird es richtig frustrierend.

Wie gut wäre es, wenn wir lernen könnten, gelassener zu werden.

Was nicht gelassener macht: Uns vornehmen, dass wir uns weniger aufregen. Einfach schlucken, was uns nicht gefällt. Vergleiche nach unten: Anderen geht es viel schlechter. Uns ärgern darüber, dass wir uns so schnell aus der Ruhe bringen lassen.

Widerstand gegen den Widerstand in uns erzeugt ja nur noch mehr Widerstand.

Gelassenheit ist das Gegenteil von Widerstand. Wir können etwas so sein lassen, wie es ist. Uns so sein lassen, wie wir sind. Wenn wir wirklich gelassener werden wollen, dann dürfen wir uns selbst lassen. Wir dürfen üben:

Auf dass wir uns immer mehr so lassen können, wie wir sind!

Gelassenheit | Entspannung | Emotionen | Selbstmitgefühl | Selbstverantwortung

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