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Missverständnis: „Umarme dein Inneres Kind“. – Was Inneres-Kind-Arbeit wirklich bedeutet.

Du klammerst in Beziehungen zu sehr? Bewertung durch andere macht dich fertig? Du schaffst es nicht, „nein“ zu sagen? Du findest dich selbst nicht liebenswert? Du leidest unter Depressionen? Angst? Deinem Inneren Kritiker?

Umarme dein Inneres Kind. Du wirst glücklich, erfüllt und sorgenfrei sei.

Klingt albern? Finde ich auch. Ich mag den Ausdruck „Umarme dein Inneres Kind“ nicht. Er weckt falsche Vorstellungen davon, was Inneres-Kind-Arbeit ist und wie sie sich anfühlt.

Schluss mit den Missverständnissen.

Die Arbeit mit dem Inneren Kind ist weit weg von dem, wie sich wie eine Umarmung anfühlt, denn…

…Inneres-Kind-Arbeit tut weh…

…und Umarmungen tun es nicht. Inneres-Kind-Arbeit beschert dir immer wieder ganz wundervolle Momente und sorgt insgesamt für eine gesteigerte Lebensqualität. Aber die aktive, echte, kompromisslose Inneres-Kind-Arbeit tut weh. Ja. Furchtbar! Und je größer der Schmerz, desto wichtiger für dich und dein Ganz-Werden, dass du dran bleibst, hinsiehst, hinfühlst, aushältst. Du wirst emotional auf dem Zahnfleisch kriechen, hin und wieder.

…Innere-Kinds-Arbeit ist jetzt und immer…

…während Umarmungen irgendwann aufhören. „Umarme dein inneres Kind“ klingt, als wäre irgendwann fertig umarmt. Die Arbeit mit dem Inneren Kind ist aber nie fertig. Wenn du einmal begriffen hast, wie und welche Verantwortung du für dein Innenleben trägst, wirst du dich nicht mehr entziehen können. Nie wieder. Und du wirst dir manchmal wünschen, du könntest es, denn:

…Inneres-Kind-Arbeit ist anstrengend…

…und Umarmungen hoffentlich nicht. Schmerz und Dauer machen, dass Inneres-Kind-Arbeit anstrengt. Ja, das tut sie. Da du dich der Verantwortung für dein Innenleben nicht mehr entziehen kannst, wenn du sie einmal aus tiefstem Herzen be- und ergriffen hast, war’s das mit bequemen Verdrängungsmechanismen. Klar kannst du dich vor den Fernseher setzen oder Frustshoppen gehen und manchmal mag das legitim sein. Aber unter’m Strich wirst du vor deinen Themen nie wieder weglaufen können. Du hast begriffen, dass du, nur du dich darum kümmern kannst. Weil sich sonst gar nichts ändert. Und sobald du das verstanden hast, wirst du dich kümmern. Das kostet Kraft.

Warum solltest du dir Inneres-Kind-Arbeit dann überhaupt antun?

Deine Wahl ist nicht, ob du Schmerzen in deinem Leben erfahren wirst oder nicht. Deine Wahl ist, ob du den selben Schmerz immer wieder erlebst, weil du ihn zu verdrängen versuchst oder ob du ihn annimmst und heiler wirst.

Den Schmerz hast du sowieso. Dann lieber daran wachsen.

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