Mangelnde Selbstliebe und eine (Zwischen-)Lösung

Wenn ich die Liebe zu mir fühlen kann, dann ist es so: Ich fühle mich zur rechten Zeit am rechten Ort, egal wo ich bin. Keine Angst mehr, irgendwas zu verpassen. Präsent im Hier und Jetzt, Freude am Dasein, große Klarheit darüber, was ich will und nicht will, viel Energie und Raum für meine eigenen Gefühle und die anderer, kein Bedürfnis mehr danach, es irgendwem Recht zu machen, Recht zu haben, mich zu erklären, ....

Oft fühle ich diese Liebe zu mir aber nicht. Und oft fühlt sich das an, wie eine Verschwendung von Lebenszeit. Dann ärgere ich mich: Was stelle ich mich so an? Am Ende ist es nur Kopfsache: Warum lieb' ich mich nicht einfach? Dann wäre doch alles gut. Schwachsinn, meine Zeit mit Selbstablehnung zu verbringen, während ich es doch besser weiß.

Ich weiß aber auch, dass Selbstliebe nichts ist, was uns eines Nachts heimsucht und dann wachen wir auf und plötzlich sind wir von Liebe erfüllt. Selbstliebe kann als tolles Gefühl Ausdruck finden. Selbstliebe kann aber auch als Entscheidung, als Haltung, Teil unseres Lebens sein. Und zwar unabhängig von unseren wechselhaften Gefühlen für uns selbst.

Daran möchte ich ich mich immer wieder erinnern, wenn ich keine Liebe für mich fühle. Ich kann eine Praxis der Selbstliebe kultivieren, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Eine bedingungslose Praxis der Selbstliebe. Vielleicht eine Praxis der bedingungslosen Selbstliebe.

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