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Was uns wirklich gelassener macht.

Ich glaube, mit unserer Mensch-Natur und der Art, wie das Leben gestrickt ist, können wir nicht anders, als immer wieder nicht so ganz einverstanden zu sein mit dem, was um uns herum passiert.

Unsere Störanfälligkeit ist kein Makel. Wir können nichts für sie.

Kaffee finden wir in Ordnung, so lang er in der Tasse ist. Aber nicht auf dem Boden, nicht im Laptop, nicht an der Wand. Die Chaostheorie würde diesen Umstand vielleicht so ausdrücken: Es gibt viele Arten von Unordnung und nur wenige Arten von Ordnung. Unordnung ist der Normalfall, Ordnung ein Sonderfall. Ordnung ist nur mit Anstrengung von außen herstell- und erhaltbar. Wir kennen dieses Phänomen von unseren Schreibtischen, Arbeitsflächen in der Küche und so weiter.

Irgendwas ist immer, das ist unvermeidbar.

Es lohnt sich also durchaus, gelassener zu werden. Aber wie?

Was nicht gelassener macht: Uns vornehmen, dass wir uns weniger aufregen. Einfach schlucken, was uns nicht gefällt. Vergleiche nach unten: Anderen geht es viel schlechter. Uns ärgern darüber, dass wir uns so schnell aus der Ruhe bringen lassen.

Widerstand gegen den Widerstand in uns erzeugt ja nur noch mehr Widerstand in uns.

Gelassenheit ist das Gegenteil von Widerstand. Wenn wir uns nicht mehr wehren gegen das, was ist, sondern es so sein lassen können. Die Sache, uns selbst. Alles darf sein.

Wenn wir wirklich gelassener werden wollen, dann dürfen wir uns selbst lassen. Wir dürfen üben:

  • Mitgefühl mit uns selbst zu haben: Ja, es ist frustrierend, dass ich mir etwas anderes gewünscht habe. Ich wollte den Bus pünktlich erreichen, ich wollte meinen Kaffee trinken und nicht wegwischen, ich wollte mich verabreden und dann hatte niemand Zeit.
  • Unsere Gefühle wirklich wahrzunehmen: Fühle ich Enttäuschung, Wut, Traurigkeit? Von allem etwas? Was am meisten? Wo in meinem Körper fühle ich das Gefühl und wie geht es mir damit, das zu fühlen? Nervt es mich? Es ist ok, genervt zu sein von den eigenen Gefühlen! Auch das ist ein Gefühl. Einfach Gefühle sammeln.
  • Uns in unseren Gefühlen zu begleiten: Wenn ich traurig bin, dann weine ich. Wenn ich wütend bin, fluche ich. Das Leben geht weiter, auch wenn ich mir meine Gefühle erlaube und sie lebe.

Viel Erfolg dabei, dich selbst immer mehr lassen zu können, wie du bist!

Deine Nathalie

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