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Welche Inneres-Kind-Arbeit ist die richtige?

Inneres-Kind-Arbeit ist ein weites Feld. Die Google-Suche zeigt:

Du kannst dein Inneres Kind mit Engeln heilen, durch Hypnose, es zum göttlichen Kind transformieren, Lichttherapie mit ihm machen, feinstoffliche Produkte für es kaufen, …

Das ist zu viel für den Start und manches mutet auch etwas… merkwürdig….an!? Wie sollst du dich bloß entscheiden und wenn ja, wofür?

Ich glaube, ganz viele Ansätze und Methoden können dir helfen. Und ganz viele können es nicht.

Es ist wichtig, dass du lernst, das eine vom anderen zu unterscheiden. Denn:

Ein ungeeigneter Ansatz wird dich sinnlos Zeit und Energie kosten, vielleicht auch Geld. Und schlimmstenfalls geht es dir nachher noch schlechter als vorher.

Ich habe schon oft das Nützliche vom Nicht-Nützlichen sortiert in meinem Leben und bin mittlerweile recht fit darin (behaupte ich einfach mal). Drei „Sortierregeln“ waren mir dabei besonders hilfreich. Die möchte ich dir ans Herz legen, damit du für dich gut auswählen kannst, welche Ansätze du in der Arbeit mit deinem Inneren Kind weiter verfolgen möchtest:

1. Wenn es schnell gehen soll, ist es Quatsch.

Es gibt keine Abkürzung. Das Innere Kind will gesehen werden und hat es verdient, die volle Aufmerksamkeit zu erhalten. Dazu braucht es eine Beziehung zwischen dem erwachsenen und dem kindlichen Anteil. Beziehung braucht Zeit, das ist wie im echten Leben. Der erwachsene Anteil muss lernen, nach innen zu lauschen, das Kind zu spüren. Und der kindliche Anteil braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen und sich zu zeigen. Ein Ansatz, der schnelle Erfolge verspricht, arbeitet in der Regel mit Methoden, die dazu verleiten, kurzzeitig Gefühle zu deckeln. So stellt sich rasch eine Verbesserung ein. Später wird es umso schlimmer, da das Innere Kind nun schon wieder die Erfahrung macht: Meine Gefühle sind nicht ok, sie sollen weggemacht werden. Also bin ich nicht ok. Also muss ich noch mehr kämpfen. Und dabei wollten wir doch Frieden in uns stiften.

2. Ob es Geld kostet oder nicht, ist nicht ausschlaggebend.

Ob es Geld kostet oder nicht, ist nicht ausschlaggebend. Wer gute Arbeit leistet, kann sie sich auch bezahlen lassen. Und wer schlechte Arbeit leistet, lässt sie sich auch gern bezahlen. Der Preis ist also egal, wenn es darum geht, hilfreiche von nicht-hilfreichen Ansätzen zu unterscheiden.

3. Macht die Methode dich nur skeptisch und hast du weder Lust noch Neugier, dann beginne nicht damit.

Dein Bauchgefühl sagt schon, was als nächstes dran ist. Diese Methode offenbar (momentan) nicht. Klar, ein bisschen Skepsis ist ok, ist normal. Wenn’s einfach wäre, hieße es wohl nicht Inneres-Kind-Arbeit. Aber etwas Skepsis geht nur dann klar, wenn du auch viel Neugier in dir spürst. Sonst (erst mal) Finger weg.

Viele Menschen haben viel Schlaues gesagt und ich liebe es, mich überall umzusehen.

Mit wachem Verstand können wir alle aus ganz verschiedenen Richtungen gute Impulse für uns und die Arbeit mit unseren Inneren Kindern mitnehmen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

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