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Woran merke, ich, dass ich mit meinem Inneren Kind in Kontakt bin?

Du willst lieber wissen, wie du überhaupt Kontakt zu deinem Inneren Kind aufbauen kannst? Dann hier entlang 🙂

Innere Kinder sind nicht auf gewohnte Weise wahrnehmbar. Du kannst sie nicht hören, nicht sehen und nicht anfassen.
Wenn du gerade mit der Arbeit mit deinem Inneren Kind anfängst, fragst du dich vielleicht, woran du merkst, dass du in Kontakt mit ihm bist. Wie fühlt sich das an? Woran merkst du es?

Das Innere Kind ist ein Gefühls-“Gebilde”. Es wird sich also über Gefühle ausdrücken. Manchmal werden Gefühle im Körper besser erlebbar als in der Psyche. Darum kann auch dein Körper ein wichtiger Ratgeber sein. Es kann auch sein, dass du dein Inneres Kind auch in deinen Gedanken wiederfindest. Denn Gefühle ziehen Gedanken nach sich. (Und Gedanken wiederum auch Gefühle, aber das ist ein anderes Thema…)

Das Innere Kind wird für uns erfahrbar durch Gefühle, Gedanken und (körperliche) Empfindungen.


Für dich und dein Inneres Kind/deine Inneren Kinder muss nicht alles funktionieren, was möglich ist.
Es ist eine Typfrage und auch eine Frage des Alters des jeweiligen Inneren Kindes 🙂

So kann dein Inneres Kind sich ausdrücken:

Worte, Sätze, und innere Dialoge

Du kannst dein Inneres Kind fragen, wie es ihm geht. Du kannst es fragen, wie es diesen Menschen oder jene Situation findet. Du kannst es nach seinem Lieblingsessen fragen oder wovor es Angst hat. Das geht zum Beispiel per Brief, laut ausgesprochen oder nur in deinem Kopf.
Du merkst dann, dass dir spontan etwas einfällt, was du als erwachsener Mensch so nicht gedacht oder gesagt hättest. Das ist dein kindlicher Anteil, der spricht.

Aufkommende innere Bilder

Wenn du dir dein Inneres Kind vorstellst, wie es jetzt gerade neben dir sitzt oder sich in deiner Wohnung aufhält oder wo auch immer, oder du eine geführte Fantasiereise machst, kannst du es vor deinem inneren Auge sehen. Du siehst, wie es aussieht, sich verhält, was es macht, wie es gestikuliert und dergleichen. So kannst du dein Inneres Kind wahrnehmen.

Handlungsimpulse

Vielleicht entsteht während deines Versuchs, Kontakt mit deinem Inneren Kind aufzunehmen, ein Handlungsimpuls in dir: Dich verstecken wollen, etwas kaputt machen wollen, weglaufen wollen. Das kann ein Inneres Kind sein, das eine bestimmte Gefühlslage ausleben, abreagieren will. Wenn du die Möglichkeit hast, dem Impuls zu folgen ohne dabei dir oder anderen zu schaden, probiere es aus ruhig aus und beobachte, was es mit dir macht.

Körperliche Empfindungen

Manche Inneren Kinder sind noch sehr zurückhaltend (oder wir noch nicht feinfühlig genug, um sie gut wahrzunehmen – alles eine Frage der Übung). Dann melden sie sich auch mal in Form von einer körperlichen Empfindung. Einem Kribbeln, einem Ziehen, einem Schwindel, einer Übelkeit (meist sind die Empfindungen nicht so sehr angenehm…). Was wir dann tun können: Mit unserer Aufmerksamkeit bei der Empfindung sein. Richtig hinfühlen, wie das so ist. Denn da ist das Innere Kind lebendig.

Gefühle

Du suchst den Kontakt zu deinem Inneren Kind und plötzlich fühlst du was. Intensiv oder ganz subtil. Aber definitiv als Reaktion auf deinen Kontaktversuch – wahrscheinlich dein Inneres Kind, was dir etwas sagen will.

“Verspätete” Gefühle

Manchmal scheinen unsere Versuche, mit Inneren Kindern in Kontakt zu kommen, fruchtlos. Da regt sich einfach nichts. Und dann widmen wir uns eben wieder unseren weltlichen Angelegenheiten. Etwas später verändert sich dann unsere Stimmung: Vielleicht sind wir liebesbedürftiger, trauriger, friedlicher, glücklicher… eben anders, als wir es zuvor waren. Das kann unser schüchternes Inneres Kind sein, dass nun sagt: Hier bin ich.

Heftige Gefühle

Wenn manche Sachen dich so richtig zum Verzweifeln oder Ausrasten bringen – am Besten noch von Null auf Hundert – dann hast du es wahrscheinlich mit einem Inneren Kind zu tun.
Erkennbar sind diese Situationen daran, dass du dir danach denkst: Was hat mich denn da geritten? Wieso habe ich denn sowas gesagt/gemacht?
Oder wenn du dich schämst danach. Oder wenn du merkst, dass die Menschen in deinem Umfeld bei genau dem Thema nicht so an die Decke gehen wie du. (Ich will nicht sagen, dass immer nur normal ist, was alle anderen machen. Aber wenn ausgerechnet dich dieses eine Thema so ausrasten lässt – während anderen Menschen eher denken: “Ja, ist blöd, aber passiert halt.”)
Dann hast du es möglicherweise mit einer Reaktion deines Inneren Kindes zu tun.

Ausblick

Am Anfang mag’s noch etwas hakelig sein, aber es wird 🙂

Viel gute Annäherung dir und deinem Inneren Kind!

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